Unser Jahresrückblick - von der Idee bis zur Nominierung zum Startup des Jahres

Kurz vor Ende des Jahres, wenn die rechte (oder linke) Hand statt einer Computermaus öfter einmal ein Raclette-Pfännchen oder eine Fondue-Gabel in der Hand hält und die Augen statt auf einen Monitor auf einen Weihnachtsbaum gerichtet sind, lässt manch einer das vorübergehende Jahr noch einmal im Geiste Revue passieren.

Wir finden, dass wir dies an dieser Stelle auch tun können, weil das heutige six groups vor einem Jahr noch nicht einmal eine Idee war und in den letzten 12 Monaten also eine Menge passiert ist - bis hin zu einer Nominierung zum Startup des Jahres 2007 auf gruenderszene.de

Die erste Idee

Die ursprüngliche Idee zu einem “größeren Webprojekt”, die Andreas Stephan, Helge Wenck und Johannes Schmidt von t8d in 2006 erdacht hatten, hatte nur im Kern etwas mit dem zu tun, was heute unter http://sixgroups.com zu sehen ist. Im wesentlichen ging es jedoch immer darum, Menschen (besser) zu unterstützen, die sich im Web zu den verschiedensten Themen über Text, Fotos und Videos - das heißt multimedial - austauschen möchten. In den ersten Skizzen und Formulierungen hatten wir allerdings technikaffine Nutzer und Entwickler im Fokus. Aus dieser (Zielgruppen)Perspektive haben wir also eine gewaltige Entwicklung durchgemacht.

Das Team

Jene erste Idee haben wir Jan Milz von Belt und Sund erzählt - tatsächlich auf einer Party. Jan fand die Idee gut. Und er kannte Thomas Promny, der ebenfalls Gefallen an diesem (ersten) Gedanken eines neuen Projektes fand. Thomas brachte dann eine weitere Person (deren Name hier nicht genannt werden darf) mit ähnlichen Vorstellungen eines Projektes mit ins Boot, so dass sich im März ein Team von sechs Personen zusammenfand, um, ausgehend von der Grundidee, gemeinsam ein Produkt zu entwickeln. Six groups war geboren.

Manchem ist evtl. bekannt, dass das Team heute aus sieben Gründern besteht. Im Sommer kam über Andreas Bahne Carstensen, damals noch bei Fluxx, dazu. Als passionierter Segler wollte Bahne Segler online vernetzen. Mit http://sailr.sixgroups.com kann er heute genau das tun. Mit seinem betriebswirtschaftlichen Hintergrund und seiner Erfahrung bei Tipp24 und Fluxx passte Bahne sehr gut ins Team. So vereinen sich bei six groups Kompetenzen aus den Bereichen Programmierung, Produkt- und Projektmanagement sowie Marketing. In Designfragen werden wir von Mirco Kirsch von Belt und Sund und vom Markenwerk aus Kiel hervorragend unterstützt.

Das Konzept

Was in der Analyse der Entwicklungen bzgl. Online-Communities, also auch bei six groups, deutlich wird, ist, dass Communities natürlich keine neue Erfindung im Web bzw. des Webs sind. Communities existieren vielfach und mannigfaltig im realen Leben: Freundeskreise, Alumni, Kollegen, Sportkameraden u.v.a.m. Im Spannungsfeld von Technology Push und Market Pull und im Zuge des massiven Preisverfalls auf Seiten des Zugangs zum Internet und im Betrieb von Online-Anwendungen sowie die Entwicklungen auf der Nutzerseite, Stichwort Lerneffekte, sind solche Prinzipien in den Mittelpunkt gerückt, die sich hinter dem Schlagwort “Web 2.0″ verbergen.

Während den oben genannten “Offline-Communities” i.d.R. ein geographischer Zusammenhang inhärent ist, lassen sich über Social Software zusätzlich leicht Menschen vernetzen, die sich im echten Leben noch nie begegnet sind. Mit neuen Kommunikationsformaten wie Blogs können Nutzer oder Journalisten über die unterschiedlichsten Themen berichten - und sei die Zielgruppe noch so klein. Plattformen wie six groups treiben die Entwicklung in Sachen Social Software weiter. Um sich auf six groups mit anderen austauschen zu können, sind keinerlei technische Vorkenntnisse nötig. In wenigen Klicks ist ein eigener Kommunikationsraum in eigenem Design geschaffen.

Six groups verbindet jede Community in einem Metanetzwerk. Mit dem six groups Mitgliedsnamen kann jedes Mitglied an jeder öffentlichen Community direkt teilnehmen. Über zahlreiche Schnittstellen erlangen die Mitglieder Kenntnis, welche Communities im six groups Netzwerk existieren. Von dieser Vernetzung profitieren alle bei six groups. Mit den globalen Funktionen wie Nachrichten, Profil, Kontakte, (meine) Communities sowie die eigenen Dateien unterstützen wir die Mitglieder bei six groups optimal, da diese Daten immer verfügbar sind - ganz gleich, in welcher Community ich mich gerade befinde. Wer möchte schon fünf Adressbücher und Festplatten verwalten?

Die ersten Schritte

Nach Fertigstellung des Konzeptes ließ der erste Testfall nicht lange auf sich warten. Unter www.sailr.de, das heute auf sailr.sixgroups.com umgeleitet wird, präsentierten wir im Sommer einen Showcase mit den Basisfeatures wie Nachrichten- und Kontaktmanagement. Bereits zu diesem Zeitpunkt bewies das Framework Symfony, mit dem six groups entwickelt wird, seine Vorzüge. Ein Beweis ist die rasante Entwicklungsgeschwindigkeit, mit der wir das Projekt bis heute vorangetrieben haben. Ein Blick in die stetig wachsende Plugin-Liste bei Symfony zeigt, dass dieser Trend weiter anhalten wird. Wir haben jedenfalls nichts dagegen und sind der Entwicklergemeinde von Symfony sehr dankbar.

Auf dem Weg zur Closed Alpha

Nach sailr.de definierten wir die Features, mit denen wir sixgroups.com launchen wollten. Eine große Baustelle war dabei die Realisierung des Metanetzwerkes, über das alle six groups Communities zusammengehalten werden. Dieses Metanetzwerk wirkte anfangs in der Tat noch recht abstrakt. Vor allem, wenn man sailr als eigenständige funktionierende Geschichte betrachtete.

Der “Beta”, mittlerweile Usus im Web und Ausdruck der stetigen Weiterentwicklung von Diensten und Services, wollten wir eine Alpha vorausschicken. Manche Funktionalitäten lassen sich ewig diskutieren, die Akzeptanz der Nutzer positiv oder negativ argumentieren. Am Ende weiß der Nutzer selbst am besten, was ihm gefällt und was nicht. Nach vorheriger Registrierung ließen wir dann im Oktober nach und nach jeden Interessierten die erste Version von six groups, die Alpha, ausprobieren.

Die Public Beta

Ein paar wenige Features später öffnete six groups seine Türen als erster Service für Do-It-Yourself-Communities in Deutschland. Das Feedback der ersten Nutzer unterstützte uns in unserem Vorhaben, machte uns aber auch klar, was noch alles zu tun ist. Wo wir heute stehen, das sieht man auf six groups am besten.

Und im nächsten Jahr?

Mit unseren Business Angels an Bord sind in 2008 viele weitere Features und Verbesserungen geplant. Schon im Januar wollen wir in die Vertriebsphase gehen. Dazu werden wir bei six groups neue Gesichter begrüßen dürfen. Am Ende soll soviel passiert sein, dass sich auch in 2008 ein Jahresrückblick lohnt.

0 Responses to “Unser Jahresrückblick - von der Idee bis zur Nominierung zum Startup des Jahres”


  1. No Comments

Leave a Reply





Livecommunity powered by six groups