Aspekte von Viralität bei six groups

Viralmarketing und Viralität – im Kontext von Web 2.0 gehören diese Begriffe zum festen Bestandteil im Portfolio der Marketingformen nicht nur von Startups. Letztlich soll die virusartige (epidemische) Verbreitung eines Produktes, einer Marke oder einer Idee durch Mundpropaganda innerhalb der Gruppe der Konsumenten, also via sozialer Kontakte erreicht werden.

Die vereinfachten reduzierten Kommunikationsformate wie internes Messaging, die Interaktionsmöglichkeiten wie bspw. Kommentare sowie die hohe Dichte an Kontaktbeziehungen in Online Social Networks alias Communities – auch zwischen Mitgliedern, die sich im realen Leben noch nie begegnet sind – macht diese für eine „Infektion“ besonders interessant. Zum einen erlauben E-Mails in der Folge eine schnelle und kostengünstige Kommunikation mit der Intention der informatorischen Verbreitung eines Produktes, einer Marke oder einer Idee zu Nicht-Mitgliedern des Netzwerkes. Zum anderen sorgt die bloße Darstellung von entsprechenden Inhalten bei Mitgliedern und externen Besuchern für eine Verbreitung.

Bei six groups ist das Kernprodukt, die Community, nun selbst der Handlungsort möglicher viraler Aktivitäten: six groups (die Produktidee) verbreitet sich innerhalb und über six groups bzw. dem Netzwerk aller six groups Communities.
Daraus ergeben sich einerseits bestimmte Anforderungen hinsichtlich der Entwicklung von six groups. Ganz allgemein: Es müssen die Bedürfnisse der Gründer und der Mitglieder der Communities in einem ausgewogenen Verhältnis berücksichtigt werden. Die Gründer sind quasi die Repräsentanten von six groups, die Mitglieder „sollen“ u. a. für das Wachstum der Community sorgen, indem sie Freunden und Bekannten darüber berichten. (Natürlich kann und darf niemand dazu gezwungen werden.) Die Stärke von Viralmarketing liegt ja gerade auch darin begründet, dass eine persönliche Empfehlung eines Nutzers/Mitglieds/Konsumenten eine höhere Überzeugungskraft besitzt als bspw. Anzeigenwerbung des Anbieters.

Für six groups kann dies nun nicht bedeuten, die weiter wachsenden Möglichkeiten und Vorteile über Teaser oder Banner auf sixgroups.com oder anderswo im Web zu verbreiten. Es muss vielmehr so sein, mit einem Produkt, das den Nutzer überzeugt, begeistert und nützt, dieses Produkt bzw. die Produktidee zum (Gesprächs)Thema innerhalb und außerhalb der Online Community zu erheben.

Die entscheidende Frage im Zusammenhang mit Viral-Marketing und Online Social Networks ist die, ab welcher Mitgliederzahl virale Effekte entstehen. Es ist wohl die These berechtigt, dass sich diese Zahl vornherein nicht bestimmen lässt; zu komplex sind die Variablen Produkt oder Marke oder Idee sowie die Nutzer, die in Ihrem Anspruch und Verhalten immer schwieriger einzuschätzen sind. Wir beginnen nach unserer Einführungsphase nun damit, diesbezüglich die ersten Beobachtungen zu analysieren. Letztendlich geht es für six groups u. a. darum zu wissen, welche Unterstützung und Begleitung die Gründer von Communities in der ersten Zeit benötigen.

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